Wie die Liebe bei uns bleibt

 

Himmel ohne Wolken, wir waren nicht von dieser Welt. Alles war so einfach, das ganze Leben richtig und schön. Jede zärtliche Berührung reichte bis in den innersten Kern unseres Wesens. Jeder tiefe Blick vereinte unsere Seelen. Wir hatten keine Grenzen, und kein Schloss versperrte den freien Eintritt in unsere Seelen. Nichts aber auch gar nichts würde jemals zwischen uns kommen - für immer und ewig.

Erinnerst du dich? Du warst im Paradies, und deine Liebe auf +10, und du spürtest, dass du von jetzt an für alle Zeiten mit der Liebe deines Lebens über alle Maßen glücklich sein würdest. Ein wunderschönes Leben lag vor dir.

Wie viel ist dir von diesem Glück geblieben, wenn du ehrlich zu dir selbst bist? Bist du immer noch auf +10? Oder hat sich deine Beziehung „normalisiert“? Es ist „normal“, dass sich die Liebe im Laufe der Jahre abkühlt. Es ist „normal“, dass einem die Zeit, die Leidenschaft abgewöhnt. Es ist „normal“, dass der Partner in unseren Emotionen nicht für immer und ewig unser Ein und Alles bleibt. Das alles ist „normal“. Doch es muss einfach nicht „normal“ sein! Es kann außergewöhnlich sein!

Diese außergewöhnliche Liebe existiert. Gehirnforscher haben viele ältere Menschen untersucht, die mehr als 40 Jahre mit ihrem Partner zusammen sind und bei denen immer noch der Herzschlag beschleunigt wird, wenn sie ihren Partner sehen. Menschen, die nach Jahrzehnten immer noch eine Gänsehaut kriegen, wenn ihr Partner sie küsst oder zärtlich berührt.

Diese außergewöhnlichen Paare unterscheiden sich neurologisch nicht von anderen Menschen. Sie haben also kein anderes Gehirn, aber sie tun andere Dinge damit! Und zwar Dinge, die dafür verantwortlich sind, dass die Liebe in voller Intensität bei ihnen bleibt. Dinge, die man „normalerweise“ nach einer gewissen Zeit in der Partnerschaft einfach nicht mehr so häufig tut. Und das macht den Unterschied.

In der Zeit der größten Verliebtheit den Partner als das absolut Wichtigste und größte Glück im Leben zu empfinden, ist keine Kunst. Dafür sorgt unser Emotionalgehirn automatisch, weil es mit dieser Fühlweise eine starke Bindung zum Partner herstellen will. Eine starke Bindung, die für das darauf folgende Motiv des Emotionalgehirns absolut notwendig ist: die Beziehung zu verbessern! Wenn dieses Verbesserungsmotiv in unserem Emotionalgehirn gestartet wird, sehen wir unseren Partner von einem Moment zum nächsten nicht mehr durch die rosarote Brille. Die Verliebtheit ist beendet. Uns fällt auf einmal alles auf, was „noch“ nicht so richtig zusammen passt. Also versuchen wir, es passend zu machen! Die Maßnahmen, die wir dazu anwenden, habe ich in Robin und das Positive Fühlen als Erziehungsmaßnahmen bezeichnet, was unser Verhalten unserem Partner gegenüber ziemlich gut auf den Punkt bringt.  

Ursprünglich ist diese Erziehungsphase einer Partnerbeziehung in unserem Emotionalgehirn dazu bestimmt, wichtige Veränderungen in der Verhaltensweise oder Persönlichkeit des Partners vorzunehmen, die das eigene Überleben oder das der ganzen Familie gefährden könnten. Es geht dem Emotionalgehirn also wie immer ums Überleben. Unserem Großhirn geht es jedoch ums Glücklichsein! Wir bewerten die Macken unseres Partners also nicht mehr nur in Bezug auf unser Überleben. Wir gehen gegen jede Eigenschaft und jede Verhaltensweise vor, die wir in Bezug auf unser eigenes Lebensglück als „eventuell nachteilig“ beurteilen. Dabei schießen wir sehr häufig mit Kanonen auf völlig unbedeutenden Kleinscheiß. Wie viele Beziehungen sind schon an zerquetschten Zahnpastatuben zerbrochen?! Der Grund: Das Emotionalgehirn versteht die Beurteilung „eventuell nachteilig für unser Glücksempfinden“ einfach völlig falsch. Es bezieht unsere Beurteilung auf ernst zu nehmende Gefahren für Leib und Leben. Um diese Gefahren zu bekämpfen, ist es sofort bereit, Gefühle von Liebe und Harmonie innerhalb weniger Sekunden zu unterdrücken und uns Ablehnung und Wut empfinden zu lassen.

In diesem Onlinekurs kann ich leider nicht ausführlich darauf eingehen, wie man diesen gegenseitigen Erziehungsunsinn stoppen kann, denn dies erfordert einige komplexe neuro-emotionale Fähigkeiten, die ich aufgrund ihrer Komplexität nur im Seminar oder im Camp vermitteln kann. Ich möchte dir jedoch hier wenigstens eine Methode anbieten, mit der du diese Erziehungsphase deutlich abmildern und damit auch mehr Sicherheit schaffen kannst, dass deine Beziehung diese Phase überlebt. Dies ist jedoch nur ein kleiner Nebeneffekt der nachfolgenden Methode. Hauptsächlich geht es darum, die Liebe, so stark wie sie am Anfang noch war, auch nach Jahren oder Jahrzehnten wieder zu aktivieren oder sie sich von Anfang an zu erhalten. Was dafür zu tun ist, ist nicht schwer. Es muss nur konsequent getan werden!

Jetzt kommt also das Geheimnis! Was die glücklichen älteren Ehepaare anders gemacht haben: Sie haben nie vergessen, wie wichtig ihnen ihr Partner tatsächlich ist. Das war’s! Das ist schon der ganze Trick! Ich spreche jedoch nicht davon, dass sie es „theoretisch“ über all die Jahre gewusst haben, denn theoretisch wissen wir das alle. Ihr Geheimnis ist, dass sie die Wertschätzung für ihren Partner über all die Jahre in ihrem Gefühl gehalten haben, denn das macht den Unterschied, und das ist auch das im positiven Sinne „Unnormale“.

Otto Normalgehirnnutzer lässt seinem Emotionalgehirn freien Lauf. Es lässt es auf die gleiche Art arbeiten, wie es vor 50.000 Jahren für einen Höhlenmenschen noch sinnvoll war. In der rauen Welt der Urzeit ging es in erste Linie ums Überleben. Die Liebe war nur ein Werkzeug des Emotionalgehirns, um die Bindung an einen oder mehrere Menschen zu stärken und so gemeinsam eine größere Überlebenschance zu gewährleisten. Der Gedanke, wie wichtig einem der Partner tatsächlich ist, ist das Spezialwerkzeug des Emotionalgehirns, um eine starke Bindung und damit auch eine starke Liebe zu erschaffen. Ist dies in ausreichendem Maße geschehen, wendete sich das Emotionalgehirn anderen Aufgaben zu und kümmert sich nicht mehr um die Gedanken an die Wertigkeit und Wichtigkeit des Partners. Und das hat gravierende Folgen: Schleichend stirbt die Liebe!

Unser Gehirn funktioniert mit seinen vielen Funktionen, wie von den Neurowissenschaften in zahlreichen Studien nachgewiesen, wie ein Muskel. Wird der Muskel einer bestimmten Funktion gefordert, bleibt er stark und leistungsfähig. Wird er jedoch nicht regelmäßig genutzt, verkümmern die Nervenbahnen bis sie schließlich ganz abgebaut werden. Dies gilt für Gefühle genauso wie für Verhaltensweisen oder sportliche oder musikalische Leistungen. Die Fähigkeiten eines Pianisten bleiben ihm nicht erhalten, nur weil er das Klavierspielen einmal erlernt hat. Wenn er seine Fähigkeiten nicht ständig nutzt, wird er immer schlechter.

Von dieser neurologischen Tatsache gibt es keine Ausnahme. Will man sich also das Wertgefühl für seinen Partner als absolut wichtigsten Menschen und Lebensmittelpunkt und damit auch die Liebe auf +10 erhalten oder wieder herstellen, kommt man nicht daran vorbei, dieses Wertgefühl regelmäßig und in hoher Intensität in seinem Gehirn zu aktivieren. Einen anderen Weg gibt es nicht! Tut man es nicht, verkümmert die Liebe.

Ich habe letztes Jahr mehrere Male über den inneren Schweinehund berichtet. Der findet es gelinde gesagt echt Scheiße, dass ich das so deutlich hier sage. Aber ich sage es noch einmal in aller Deutlichkeit, denn ohne die Akzeptanz dieser neurobiologischen Tatsache wirst du niemals die Liebe finden, über die wir hier reden: Einen anderen Weg gibt es nicht!!! Tust du es nicht, verkümmert deine Liebe!

Es gilt also, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ist dies geschafft, kostet es keine Mühe mehr, das Notwendige zu tun – im Gegenteil. Es wird anfangen, Spaß zu machen und richtig gut zu tun. Das Gefühl der Mühsamkeit und der Widerwille, etwas zu tun, sind Werkzeuge des inneren Schweinehundes. Ist der innere Schweinehund überwunden, werden diese unangenehmen Gefühle abgestellt und machen Platz für die positiven Gefühle von Motivation und Spaß.

Die einzige Methode, den inneren Schweinehund zu überwinden, ist die Motivation. Hier genügt es jedoch nicht, sich bewusst zu machen, wie schön es wäre und dass man das eigentlich schon gerne hätte. Ein „Sollte“ oder „Müsste“ bringt uns nicht weiter. Hier braucht es stärkere Kaliber. Auf der einen Seite eine Kraft, die uns nach vorne zum gewünschten Ergebnis zieht. Auf der anderen Seite jedoch auch eine Kraft, die uns von dort wegschiebt, wo wir jetzt noch untätig verharren. Eingespannt zwischen diesen beiden Kräften bewegen wir uns unweigerlich auf unser Ziel zu.

In unserem Gehirn gibt es also zwei elementare Triebkräfte:

Wir fühlen uns vom Angenehmen angezogen

Wir fühlen uns vom Unangenehmen abgestoßen

In der Motivationspsychologie nennt man diese beiden Formen der Motivation Annäherungs- und Vermeidungsmotivation. Die Abstoßungskraft des Negativen, also die Vermeidungsmotivation, ist in ihrer Intensität ca. 10 Mal stärker als die Annäherungsmotivation, also die Anziehungskraft des Positiven. Das ist vielen Menschen nicht bewusst. Kennt man diese neurologische Gesetzmäßigkeit jedoch nicht, kann es sehr schnell passieren, dass das Vermeiden von Mühsamkeit und Anstrengung in unserem Gefühl über sehr wichtige positive Motive dominiert und wir deshalb nichts tun, obwohl wir eigentlich schon entschieden hatten zu handeln.

Und genauso sieht es auch in der Liebe aus. Klar würden wir uns alle gerne die Liebe erhalten, die wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Aber dafür alle zwei Tage intensiv daran denken zu sollen, wie viel einem der Partner bedeutet?! Und das auf Jahrzehnte hinaus! Das ist zu viel verlangt!

So empfindet unser Gehirn „normalerweise“ leider tatsächlich. Daher wirkt die Annäherungsmotivation alleine auf Dauer nicht stark genug, damit wir uns dazu durchringen können, wirklich konsequent etwas für unser Ziel zu tun.

Anders sieht es jedoch aus, wenn wir uns zusätzlich klar machen, was es für negative Konsequenzen für unsere Liebe hat, wenn wir es nicht tun. Die Liebe wird sterben! Du weißt es! Sie wird, wenn du Glück hast, nicht ganz auf 0 oder gar in den Minusbereich fallen, aber sie bleibt ganz sicher nicht auf einem Niveau von +7 bis +10. Nicht, wenn du nicht selbst dafür sorgst!

Ist dir klar, was du damit aufgibst, wenn du es nicht tust? Willst du wirklich ein Otto Normalgehirnbenutzer sein, der sein Glück über Jahrzehnte sinnlos vergeudet? Bist du bereit, den Schmerz in Kauf zu nehmen, den ein Mensch empfindet, der sich auf dem Sterbebett eingestehen muss, dass er sehr glücklich hätte sein können, es aber leider aus Faulheit nicht getan hat? Willst du wirklich ein Mensch sein, der sein Leben so sinnlos vergeudet?! Ist das Leben nicht viel zu kurz dafür?

Wie ist es jetzt, wenn du dich fragst, ob es sich lohnt, alle zwei Tage für wenigstens 5 Minuten intensiv zu spüren, wie viel dir dein Partner in Wirklichkeit bedeutet und so die gefühlte Liebe auf +7 bis +10 zu halten? Bedenke bei deiner Antwort auch: Das sind keine unangenehmen Minuten! Das sind fünf Glücksminuten! Fünf Glücksminuten, die zu einer starken gefühlten Liebe und damit zu einer glücklichen Ausnahmebeziehung führen, wie es sie auf dieser Welt nur sehr wenige gibt. Ist es das nicht mehr als wert?!

Vermutlich stimmst du mir jetzt zu, nachdem wir die Triebkräfte der Vermeidungsmotivation zusätzlich aktiviert haben. Dennoch kann ich dir prophezeien, dass du in spätestens drei Wochen wieder damit aufgehören wirst, dir den Wert deines Partners bewusst zu machen. Und das, obwohl du in diesen drei Wochen deutlich gespürt hast, wie deine Liebe von Tag zu Tag wieder stärker wurde. Du wirst trotzdem immer häufiger vergessen, es zu tun. Und es wird dir auch immer mühsamer erscheinen. Dein innerer Schweinehund wird also seinen Job machen.

Es sei denn, du setzt die beiden genannten Triebkräfte für eine gewisse Zeit häufig genug und intensiv genug ein, damit bleibende Nervenbahnen in deinem Gehirn für deine Motivation geschaffen werden. Dann bleiben diese Triebkräfte für immer und sorgen dafür, dass dein Unterbewusstsein dir die Arbeit abnimmt. So ist es bei den älteren Ehepaaren, deren Gehirne von Neurowissenschaftlern durchleuchtet wurden. Sie haben „zufällig“ eine so starke Motivation in ihrem Gehirn geschaffen, den Wert ihres Partners täglich zu spüren, dass sie daran bewusst überhaupt nicht denken müssen. Sie sehen ihren Partner und empfinden automatisch höchstes Glück. Bei Romina und mir ist dies nicht zufällig passiert, aber es ist passiert. Wir haben uns einfach bewusst dazu entschieden, dafür zu sorgen, dass die Liebe für immer bei uns bleibt. Das kannst du auch tun!

Wenn du zu einem Menschen werden willst, der sein Liebesglück nicht vergeudet, dann schlage ich dir folgenden Entscheidungsprozess vor, den ich früher im Seminar mit meinen Teilnehmern gemacht habe. Dieser Prozess ist jedoch emotional so kraftvoll, dass ich ihn im Seminar aus Zeitgründen nicht mehr anbiete. Er erfordert zwar nur ein paar Minuten, aber die Gefühle können dabei so stark werden, dass man den Rest des Tages nicht mehr aufnahmefähig für weitere Lerninformationen ist.

Dieser emotionale Entscheidungsprozess basiert auf den gleichen Prinzipien, wie der Prozess, der in Robin und das Positive Fühlen beschrieben ist. Er läuft jedoch von der Vorgehensweise her ganz anders ab. Er funktioniert mit Musik und wirkt dabei noch direkter aufs Emotionalgehirn. Du benötigst dazu zwei Songs von der Gruppe Silbermond: Symphonie und Das Beste.

Besorg dir diese beiden Songs und zieh dich an einen Ort zurück, an dem dich keiner sieht und an dem du auch nicht gestört werden kannst. Es wird emotional sehr heftig werden, wenn du dich auf diesen Prozess wirklich einlässt. Ziel ist es, starke neurologische Bahnen für beide genannten Triebfedern zu schaffen und auf diese Weise eine bleibende Motivation in deinem Unterbewusstsein zu installieren. Wie schnell und stark diese Bahnen geschaffen werden, hängt von zwei Faktoren ab:

Die Häufigkeit, mit der du die Übung machst

Die Intensität der Gefühle, auf die du dich beim Prozess einlässt

Ist die Intensität irre hoch, wie z.B. beim Fassen auf die heiße Herdplatte, dann genügt unter Umständen eine einzige Wiederholung, damit dein Gehirn sich ein für allemal merkt, dass man nicht auf eine heiße Herdplatte fassen sollte. Ist die Intensität jedoch sehr gering, wie z.B. bei Affirmationen, die man sich stupide und ohne Gefühl vorbetet, dann können auch mal 100.000 Wiederholungen und mehr notwendig sein, bis bleibende neurologische Strukturen geschaffen werden.

Je stärker deine Gefühle bei diesem Entscheidungsprozess also werden, desto schneller werden starke neuro-emotionale Strukturen geschaffen. Wenn du also Rotz und Wasser bei diesen beiden Liedern heulst, dann hast du es richtig gemacht! Aber höre diese Songs maximal alle zwei Tage einmal, sonst wird es zu heftig, und der Effekt kann nach hinten losgehen.

Höre diese beiden Lieder beim ersten Mal in folgender Reihenfolge in folgender Weise direkt nacheinander:

Das Beste: Mach dir beim Hören dieses Songs bewusst, dass es genau so in deiner jetzigen oder künftigen Beziehung sein kann, wenn du den Wert deines Partners wieder regelmäßig und intensiv fühlst.

Symphonie: Mach dir beim Hören bewusst, dass deine Beziehung sich genau so negativ entwickelt, wenn du es nicht tust. Die Liebe wird sterben, wenn du sie nicht am Leben hältst! Willst du wirklich ein Mensch sein, der das zulässt?

Das Beste: Mach dir erneut bewusst, dass es für immer genau so schön sein kann, wenn du dafür sorgst. Du kannst es einfach tun!

Wenn du dich auf diesen Prozess emotional wirklich einlassen kannst, dann hör diese Songs wie gesagt maximal alle zwei Tage ein Mal, sonst wird es zu heftig. Es genügt dann, wenn du zuerst ein Mal Symphonie und dann ein Mal Das Beste hörst.

(Anmerkung für Teilnehmer des Positiv Fühlen Seminars: Das Vermeiden der negativen Konsequenzen des Nichthandelns zieht nicht die üblichen Probleme von Vermeidungsmotivationen nach sich, die wir im Seminar behandelt haben.)

(Anmerkung für alle, die sich wünschen, dass ihr Partner diesen Prozess auch macht: Natürlich steigert sich die Liebe deutlich mehr, wenn dein Partner diesen Prozess auch macht. Ich möchte jedoch dringend davon abraten, deinem Partner diese Methode aufzudrängen. Liebe kann man nicht erzwingen. Der Schuss geht erfahrungsgemäß immer nach Hinten los. Mach ihn also nur für dich. Und wenn dein Partner dann irgendwann fragt, wieso du auf einmal so liebevoll mit ihm bist, dann kannst du ihm den ganzen Sachverhalt erklären oder ihn diesen Beitrag lesen lassen.)

Bitte unterschätze diesen Prozess nicht! Er haut wirklich rein. Besorge dir die beiden Songs von Silbermond und höre sie dir in der besagten Weise 4 Wochen lang alle zwei Tage lang an. So lange braucht das Gehirn in der Regel mindestens, um starke, bleibende Nervenbahnen zu schaffen.

Und jedes Mal, nachdem du die Songs gehört hast und richtig emotional bist, denkst du fünf Minuten an deinen vorhandenen oder zukünftigen Partner. Frage dich, wie viel er dir in Wirklichkeit bedeutet. Beantworte diese Frage jedoch nicht mit deinem Gefühl, denn das ist ja bekanntlich verkümmert. Es geht um die Wirklichkeit! Wie viel bedeutet es dir wirklich, mit deinem Partner zusammen zu sein? Wie schlimm wäre es für dich, wenn du ihn verlieren würdest? Was schätzt du an ihm am meisten? Warum hast du dich einst in ihn verliebt? Warum liebst du ihn immer noch? Warum hat es dein Partner verdient, von dir besser behandelt zu werden, als jeder andere Mensch auf dieser Welt?

Mach dir klar, dass du deinen Partner für kein Geld der Welt hergeben würdest. Dein Schatz ist das Beste, das dir je passiert ist! Das ist die Wahrheit. Du hast nur das Gefühl dazu verloren und zugelassen, dass deine Beziehung „normal“ geworden ist. Lass dein Gefühl wieder zu neuem Leben erblühen! Lass die Liebe wieder leben! Dein Partner hat es verdient, dass du ihm dein Herz schenkst. Er hat das Glück verdient, mit dir zusammen sein zu dürfen, so wie du dieses Glück ebenfalls verdient hast. Das Glück einer ganz bemerkenswerten Liebesbeziehung, wie es sie auf dieser Welt nur sehr wenige gibt.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit diesem Prozess und damit alle Liebe dieser Welt.

 

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)

 

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