Positiv Fühlen

 

Das Positive Fühlen ist eine Welt-Neuheit, die so oder so den gesamten Seminar-Markt revolutionieren wird. Ich studiere seit 31 Jahren alle mentalen Techniken und Glücks-Methoden, die es auf dieser Welt gibt. Ich kenne so ziemlich alle nennenswerten Therapiekonzepte und Glücksmethoden, kenne mich in der Glücks- und Gehirnforschung aus und bin vertraut mit allen erfolgreichen spirituellen Konzepten. Ich kann daher mit sehr großer Gewissheit sagen, dass es etwas vergleichbar Einfaches und gleichzeitig Effektives wie das Positive Fühlen bis jetzt nicht gab.

Doch das Positive Fühlen erfordert sehr große Präzision. Wenn man auch nur einen Millimeter vom vorgegebenen Weg abweicht, funktioniert es nicht mehr. Teilnehmer, die noch nie auf einem Seminar waren und sich auch sonst nicht viel mit dem Glück beschäftigt hatten, verstanden die Technik des Positiven Fühlens sofort. Sie taten einfach, was ich ihnen sagte und fertig. Teilnehmer mit sehr viel Hintergrundwissen tappten jedoch in die Assoziationsfalle! Und dann wird aus dem Positiven Fühlen einfach nur eine kleine Glücksmethode, mit der man sich ab und an für ein paar Minuten nette Gefühlchen machen kann. Mehr aber auch nicht!

Ich bin sicher, dass viele meiner Glückstipp-Leser ebenfalls sehr viel Wissen über das Glück angehäuft haben. Die Gefahr in die Assoziationsfalle zu fallen, ist also gegeben. Aus diesem Grund möchte ich nachfolgend alle neurologischen und psychologischen Zusammenhänge aufzeigen, die mit dem Positiven Fühlen zu tun haben und damit den Unterschied zu anderen Methoden transparent machen. Für alle, bei denen das Positive Fühlen eh schon super funktioniert, ist die Kenntnis dieser Zusammenhänge nicht notwendig. Es wird auch ein wenig anstrengend alles zu verstehen, was ich hier seitenlang ausgeführt habe. Also überlegt’s euch, ob ihr es genau wissen wollt oder es einfach nur tut. Allen, die es genau wissen wollen, wünsche ich viel Spaß mit den folgenden Seiten.

Unsere Gefühle sind das Resultat der Zusammenarbeit von Emotionalgehirn und Großhirn. Ziel dieser Zusammenarbeit und Sinn unserer Emotionen ist es, uns immer in den zum jeweiligen Kontext vorteilhaftesten körperlichen und geistigen Zustand zu bringen. (Siehe hierzu Glücks- und Erfolgsblockaden Teil 1.)

Dabei ist es nicht der Kontext selbst, der unsere Gefühle bestimmt. Es ist unsere Beurteilung des jeweiligen Kontextes, die hier ausschlaggebend ist. In Glücks- und Erfolgsblockaden Teil 1 nannte ich das Beispiel, dass man zum Chef ins Büro gerufen wird, weil er einem kündigen will. Beurteilt man diesen Kontext richtig, fabriziert das Emotionalgehirn so genannte Vermeidungsgefühle. Bildet man sich jedoch ein, der Chef wolle einem nicht kündigen, sondern einem eine Gehalterhöhung geben, sorgt das Emotionalgehirn für so genannte Belohnungsgefühle. Man wird sich auf die Gehalterhöhung freuen und dem Chef Dankbarkeit entgegen bringen. (Eigentlich eine nette Vorstellung, wenn der Chef einem gerade rausschmeißen will! J)

Es sind also nicht die Ereignisse in unserem Leben, die unsere Gefühle bestimmen. Es sind unsere Beurteilungen der Ereignisse oder genauer gesagt der Kontexte in unserem Lebensalltag. Diese Erkenntnis ist überaus wichtig, um das Positive Fühlen richtig verstehen zu können!

Unser Gehirn versucht instinktiv immer, den jeweiligen Lebenskontext so präzise und richtig wie möglich zu beurteilen. Sein Ziel besteht wie gesagt darin, uns immer in den vorteilhaftesten emotionalen und damit auch körperlichen und geistigen Zustand zu bringen, denn dieser bringt den größten Überlebensvorteil. Auch diese Erkenntnis ist elementar wichtig für das Positive Fühlen!

Alle unsere Beurteilungen werden auf ihre Richtigkeit von unserem Gehirn überprüft, bevor das Emotionalgehirn seine Hormone ausschüttet, um uns in die jeweils sinnvollste körperliche und geistige Verfassung zu bringen. Es verlangt also begründete Beurteilungen. Wir können zum Beispiel hoffen, dass wir irgendwann mal reich werden. Ist diese Hoffnung nicht begründet, werden wir dabei allenfalls ein kaum wahrnehmbares Gefühl empfinden. Haben wir jedoch einen realen Grund für diese Hoffnung, werden die Gefühle sofort richtig stark. Wir kriegen zum Beispiel den Brief eines Nachlassverwalters, in dem wir zu einer Testamentsvollstreckung eingeladen werden. Oder wir erfinden eine revolutionär neue Glücksmethode, die den Markt überschwemmen wird!

Kurz: Haben wir einen Grund zur Freude, empfinden wir Freude. Haben wir einen Grund zur Zufriedenheit, empfinden wir Zufriedenheit. Haben wir einen Grund, Angst zu haben, empfinden wir Angst. Dabei sind es jedoch immer unsere Beurteilungen, welche die Gefühle auslösen. Wir können uns auch umsonst freuen, weil wir die Situation falsch beurteilt haben. Wir können auch aus Versehen zufrieden sein, obwohl es in Wirklichkeit gar nicht gut ist. Und wir können auch umsonst Angst haben, wenn wir die Situation nicht richtig beurteilt haben.

Einige elementare Kontexte in unserem Leben kann das Emotionalgehirn selbst beurteilen. Für das Meiste braucht es jedoch das Großhirn. Das Großhirn hat zwei Instanzen, mit denen es den Kontext beurteilt. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennen wir diese beiden Instanzen Bewusstsein und Unterbewusstsein. In der Gehirnforschung benennt man sie mit Verstand und Intuition, wobei hier nicht die übersinnliche Wahrnehmung sondern das assoziative, generalisierende und simulierende Denken gemeint ist. Ich verwende die Begriffe Verstand und Intuition nachfolgend im wissenschaftlichen Kontext, meine also auch nicht die übersinnliche Wahrnehmung.

Der Verstand beurteilt logische Zusammenhänge. Dafür stehen ihm pro Sekunde 40 Rechenschritte in unserem Gehirn zur Verfügung. Die Gründe, die er für seine Beurteilungen findet, bauen also auf Logik auf. Logische Zusammenhänge haben also eine Auswirkung auf unsere Emotionen. Doch diese Auswirkung ist sehr begrenzt, was man merkt, wenn man ein unlogisches Gefühl loswerden will. Alleine über die Logik wird man es in den seltensten Fällen los. Man „weiß“ zwar dann vom Kopf her, dass die Gefühle unsinnig sind, aber sie bleiben trotzdem.

Der Grund: Die Intuition hat einen weit größeren Einfluss auf unsere Gefühle. Ihre Beurteilungsweise unterscheidet sich ganz gravierend von der des Verstandes. Die Intuition sucht als erstes nach Gemeinsamkeiten in unseren Erfahrungswerten, um den jeweiligen Kontext zu beurteilen – sie assoziiert. Haben wir bereits etwas Ähnliches erlebt, greifen wir auf bewährte Beurteilungen zurück, die dann sofort unsere Gefühle bestimmen.

Der zweite Denkprozess der Intuition nennt sich Generalisierung, was bedeutet, dass wir aus unseren Erfahrungswerten allgemeingültige Regeln ableiten – so genannten Glaubenssätze oder Überzeugungen. Diese Regeln geben uns sofort eine bestimmte Beurteilung des Kontextes vor. Glaubenssätze lösen also über die jeweilige damit zusammen hängende Beurteilung Gefühle aus.

Der dritte Denkprozess der Intuition nennt sich Simulation. Wir schlüpfen dabei unbewusst in die Rolle eines anderen Menschen, nehmen dessen Motive an, verwenden die gleichen Verhaltensweisen, nehmen die Situation gleich wahr und treffen unsere Beurteilungen aus den gleichen Werten, Zielen, Sichtweisen, ethischen Vorstellungen und Ängsten heraus wie unsere Vorbilder, mit denen wir uns identifiziert haben.

Alle Prozesse der Intuition haben eines gemeinsam. Sie werden nicht automatisch in unserem Gehirn aktualisiert. Haben wir als Dreijährige bestimmte Erfahrungswerte mit Frauen mit roten Haaren gemacht und daraus eine unbewusste Überzeugung abgeleitet, so bestimmt diese Beurteilung auch nach 80 Jahren noch unsere Gefühle, wenn wir eine Frau mit roten Haaren sehen. Es sei denn, die alten Erfahrungswerte werden neu beurteilt, was in der Regel durch den Verstand ausgelöst wird, der über die alte Überzeugung neu nachdenkt. Dazu muss sie ihm jedoch erst einmal bewusst werden.

Gelegentlich korrigiert auch die Intuition seine alten Beurteilungen selbstständig, wenn neue Erfahrungen gemacht werden, die den alten Beurteilungen ganz deutlich widersprechen. Das geschieht jedoch nicht immer. Oft werden einfach nur zwei parallele Beurteilungsmuster für diesen Kontext geschaffen. Ob wir sie dann so oder so beurteilen, hängt von unserer jeweiligen emotionalen Verfassung ab, in der wir den Kontext erleben. Die unterschiedlichen Beurteilungsmuster sind also stimmungsbezogen in unserer Intuition abgespeichert.

Wir machen uns unsere Gefühle also tatsächlich alle selbst. Und zwar über die begründeten Beurteilungen von Emotionalgehirn, Intuition und Verstand. Für das Emotionalgehirn bestehen diese Gründe aus bestimmten Erkennungshinweisen. Sieht es beispielsweise einen ehrlich lächelnden Menschen, erkennt es selbstständig, dass dieser Mensch freundlich ist. Sieht es sich jedoch einem drohenden Gesicht gegenüber, erkennt es an mehreren Hinweisen, dass von diesem Menschen Gefahr droht. Diese Erkennungshinweise sind genetisch einprogrammiert. Es sind die gleichen Hinweise, die auch ein Hund von Geburt an erkennen könnte. Die Gründe für den Verstand bestehen aus logischen Zusammenhängen und die Gründe der Intuition aus Erfahrungswerten, Überzeugungen und Simulationen.

Wollen wir unsere Gefühle verändern, weil sie für den jeweiligen Kontext unangemessen sind, können wir die Gründe für die Beurteilungen von Emotionalgehirn, Intuition und Verstand überprüfen und eventuelle Fehler beseitigen. Da unsere Intuition 400 Milliarden Denkoperationen pro Sekunde vornimmt, haben wir mit den 40 Informationen pro Sekunde, die unser Verstand verarbeiten kann, keine sonderlich guten Möglichkeiten dazu.

Und genau hier ist die erste Stelle, an der die Genialität des Positiven Fühlens zum Tragen kommt. Die Körperempfindungen die wir beim Positiven Fühlen nutzen, werden normalerweise nur durch Hormonausschüttungen im Emotionalgehirn ausgelöst. Grob gesagt geht es um die Hormone Dopamin, Serotonin, Oxitocin und Cortisol.

Bisher kennt ihr nur eine Variante des Positiven Fühlens, die der Dopamin-Ausschüttung entspricht. Diese Variante bringt einen gnadenlos gut drauf, gibt viel Tagesenergie und sorgt für die so genannten Lockgefühle. Das sind alle Gefühle, die mit Lebenslust, Aktivität, Vorfreude, Begeisterung und so weiter zu tun haben.

Die zweite Variante, die wir im Wochenend-Camp üben, entspricht einer Serotonin-Ausschüttung. Sie sorgt für ruhiges Wohlbefinden und Zufriedenheit. Die Gefühlsklasse, die durch dieses Hormon produziert wird, nennt man in der Neurobiologie Belohnungsgefühle.

Die dritte Variante des Positiven Fühlens entspricht einer Oxitocin-Ausschüttung. Dabei geht es um alle Gefühle, die mit Liebe, Verbundenheit, Geborgenheit und so weiter zu tun haben - die Gefühle also, die einem das Herz aufgehen lassen.

Wenn es euch gepflegt runterzieht, werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Das sind die Hormone, die wir mit dem Positiven Fühlen im Schach halten wollen.

Wenn wir Gefühle empfinden, dann empfinden wir nicht diese Hormone. Hormone sind chemische Kohlenwasserstoffverbindungen, die zwischen den Synapsen in unserem Gehirn als Botenstoffe fungieren. Sie dienen lediglich der internen Informationsweitergabe von Zelle zu Zelle. Das können wir nicht fühlen. Was wir fühlen, findet im Körper statt. Ohne unseren Körper könnten wir keine Emotionen empfinden. (Siehe hierzu Die Glücksformel von Stefan Klein.)

Es gibt einen Bereich in unserem Großhirn, der für die Wahrnehmung der Gefühle verantwortlich ist. Er spürt in den Körper hinein und erkennt an ganz bestimmten Körperempfindungen, wie wir uns tatsächlich fühlen. Ist dieser Teil in unserem Gehirn defekt, sind wir komplett unfähig, auch nur ein einziges Gefühl zu empfinden, wie einige seltene Krankheiten auf erschreckende Weise beweisen.

Aufgrund der jeweiligen Körperempfindungen geht das Großhirn dann in den jeweilig sinnvollsten körperlichen und geistigen Betriebsmodus, der durch die Hormone ausgelöst werden sollte. Und genau an dieser Stelle setzen wir mit dem Positiven Fühlen an. Wir simulieren genau diese Körperempfindungen und bringen unser Gehirn damit in ganz bestimmte körperliche und geistige Zustände. Der Sinn besteht dabei darin, der Intuition auf diese Weise zu ermöglichen, den jeweiligen Kontext in einer anderen Stimmung und damit auf eine neue Art und Weise zu beurteilen.

Wir sind keine Dreijährigen mehr. Unglaublich viele unserer Beurteilungen bauen jedoch auf Erfahrungswerte, Überzeugungen und Simulationen aus dieser Zeit auf. Dass diese in der Welt eines Erwachsenen nicht mehr immer angemessen sind, liegt auf der Hand. Mit dem Positiven Fühlen müssen wir diese alten Beurteilungen jedoch nicht ins Bewusstsein rufen und sie auch nicht mit unseren 40 Rechenschritten pro Sekunde korrigieren. Wenn ihr euch mit der therapeutischen Korrektur solch alter Beurteilungen auskennt, dann wisst ihr, dass dies unter Umständen viele Jahre dauern kann. Mit dem Positiven Fühlen dauert es keine Minute!!!

Wir lassen unsere Intuition selbst überprüfen, welches der vorteilhafteste Zustand für den jeweiligen Kontext ist. Dazu ist nicht mehr notwendig, als sich mit dem jeweiligen Thema einmal in allen drei Varianten des Positiven Fühlens hoch und einmal runter zu ziehen und sich zu fragen, welches der vorteilhaftere Zustand ist. Die Intuition überprüft seine Beurteilung auf diese Weise mit seinen 400 Milliarden Denkprozessen pro Sekunde innerhalb weniger Augenblicke. Der Verstand muss dabei noch nicht einmal wissen, worum es überhaupt genau geht.

Wird auf diese Weise die Beurteilung eines Kontextes korrigiert, verändern sich die Gefühle in diesem Kontext sofort und dauerhaft. Die neue Einstellung bleibt so lange bestehen, bis eine erneute Überprüfung ausgelöst wird.

Das heißt im Klartext: Wir haben bereits im ersten Wochenend-Camp viele Probleme innerhalb weniger Sekunden weggebeamt. Entweder wurde klar, dass es gar kein Problem gab und man nur einen Denkfehler hatte, oder das zuvor belastende Problem wurde schlicht und ergreifend zu einer nicht mehr belastenden Aufgabe, zu deren Lösung man sich jetz plötzlich fähig fühlte. Dabei war es völlig egal, ob es sich um existenzielle Probleme, Beziehungsthemen oder sonst irgendetwas handelte.

Nie zuvor gab es eine solch einfache und effektive Universalmethode zur Problemlösung. Die einzigen Probleme, die man damit nicht behandeln kann, sind psychische Störungen wie Depressionen, Phobien oder Psychosen. Diese Krankheiten gehören weiterhin in die Hände von Therapeuten und Ärzten.

Die Problemlösung ist jedoch nur ein nettes Nebenprodukt beim Positiven Fühlen. Es gibt viele gute Problemlösungsmethoden. Sie sind zwar sehr viel komplizierter, aber tun trotzdem ihre Dienste. Die wirkliche Genialität des Positiven Fühlens liegt in der Möglichkeit des dauerhaften Glücksempfindens!

Unser Emotionalgehirn beschenkt uns immer nur sehr vorübergehend mit Belohnungsgefühlen. Eine saftige Gehaltserhöhung lässt uns gerade mal schlappe drei Wochen „etwas“ glücklicher sein. Momente, in denen wir die ganze Welt umarmen könnten, können wir fast an einer Hand abzählen. Die Aufgabe des Emotionalgehirns besteht nicht darin, uns permanent glücklich fühlen zu lassen. Seine Aufgabe besteht darin, unser Überleben zu sichern. Und dazu benutzt es seine Gefühle als Maßnahme. Es macht uns Vermeidungsgefühle, wenn wir etwas in unserem Leben verändern sollen. Und es macht uns Lockgefühle, wenn es uns die Richtung dieser Veränderung aufzeigen will. Und wenn wir in der richtigen Richtung unterwegs sind und die ersten Erfolge dabei zu verzeichnen sind, kriegen wir zur Belohnung für kurze Zeit auch mal die begehrten Belohnungsgefühle. Ich habe diese Zusammenhänge ausführlich im Glückstipp Glücks- und Erfolgsblockaden Teil 2 beschrieben.

Wollten wir von unserem Emotionalgehirn dauerhaftes Glücksempfinden, müssten wir ständig für eine bedeutende Verbesserung unserer Lebensumstände sorgen. Wir müssten alle drei Wochen eine Gehaltserhöhung kriegen, alle drei Monate den Partner fürs Leben finden, im Lotto müssen wir ebenfalls alle paar Wochen gewinnen und so weiter. Das ist natürlich nicht möglich, und so erklärt es sich von selbst, wieso es keine Nation auf dieser Welt gibt, in der alle Menschen von morgens bis abends nur glücklich sind. Das Glück scheint Mangelware zu sein. Zumindest solange, man sein Glück vom Emotionalgehirn bekommen will!

Alle bedeutenden Lehrer aus allen Zeiten betonten immer wieder, dass das dauerhafte Glück nicht im Außen gefunden werden kann. Zwar ist es notwendig, die Grundbedürfnisse des Menschen zu gewährleisten, damit er glücklich sein kann, mehr aber auch nicht. Reiche sind nachweislich nicht glücklicher als Arme. Erfolgreiche nicht glücklicher als nicht Erfolgreiche. Das kann man sich zwar kaum vorstellen, weil man sich immer an die paar Wochen zurück erinnert, in denen man sich erfolgreich fühlte. Wenn man jedoch längere Zeitperioden berücksichtigt, was viele Sozialstudien bereits getan haben, zeigt sich, dass es tatsächlich keinen nennenswerten Unterschied gibt in Bezug auf das alltägliche Glücksempfinden.

Das Glück, das viele bedeutende Lehrer dieser Welt in ihrem Inneren suchten, konnten sie jedoch nur finden, indem sie sich für das innere Glück und gegen das äußere entschieden haben. Sie versuchten über Jahrzehnte hinweg, alle weltlichen Bedürfnisse los zu werden. Dieser Weg führt zum Glück, doch kaum jemand ist bereit, so viele Jahrzehnte die Qualen dieser Lebensweise auf sich zu nehmen. Man muss dabei gegen sein Emotionalgehirn kämpfen, um die Herrschaft über die Gefühle zu erlangen.

Ich möchte lieber mit meinem Emotionalgehirn zusammenarbeiten und die maximale Schnittmenge zwischen innerem und äußerem Glück anstreben. Ich will erfolgreich, wohlhabend gesund in einer glücklichen Beziehung leben und viele tolle Freunde haben, mit denen das Leben einfach Spaß macht und mich dabei rund um die Uhr glücklich fühlen. Das Positive Fühlen ermöglicht mir diesen Weg.

Ich habe mein ganzes Leben bereits nach einer Methode zum dauerhaften Glücksempfinden gesucht. Ich konnte außer den fernöstlichen Philosophien, bei denen ich mich jedoch gegen mein äußeres Glück entscheiden musste und viele Jahre der Qualen durchstehen müsste, keine Methode finden, die tatsächlich funktionierte. Erst als ich begann, mich mit der Gehirnforschung zu beschäftigen, wurde klar, warum das auch mit keiner der angebotenen Methoden gelingen konnte. Sie versuchten alle auf irgendeine Weise, das Glück dem Emotionalgehirn zu entlocken, was immer nur für Augenblicke gelingen konnte. Das Emotionalgehirn ist nicht bereit, 24 Stunden am Tag Belohnungsgefühle zu produzieren. Es tut das eben nur, wenn es uns belohnen will. Und das tut es nur, wenn neue Errungenschaften in den äußeren Umständen solch eine Belohnung rechtfertigen.

Mit dem Positiven Fühlen kann sich das Großhirn das Gefühlsempfinden selbst schaffen. Es passiert das Gleiche wie bei allen großen fernöstlichen Meistern, die das Glück in sich gefunden haben. Mit dem kleinen aber bedeutenden Unterschied, dass das Großhirn nicht gegen die Bedürfnisse des Emotionalgehirns kämpfen muss. Im Gegenteil! Es arbeitet mit ihm zusammen und sorgt dafür, dass alle Chancen zur Verbesserung unserer Lebensqualität erkannt und genutzt werden.

Mit dem Positiven Fühlen stellen wir emotionale Stimmungen her, die zu einer umfassenden Neubeurteilung aller Lebenskontexte führen. Netterweise bieten uns in unserer Kultur glückliche Stimmungen entscheidende Vorteile in allen Lebenslagen. Wir sind körperlich und geistig leistungsfähiger, sehen sehr viel attraktiver aus (Das ist der Hammer! Stellt euch mal vor den Spiele und schaut euch euer Gesicht mal hochgezogen und mal runtergezogen an. Ihr werdet euch nie wieder runterziehen!!!), sprühen nur so vor Ideen, sind mitreißen und begeisternd, haben viel Tagesenergie und Durchhaltevermögen, verkraften Rückschläge sehr gut und haben eine gnadenlos gute Realitätsgestaltung.

Es gibt nur noch ganz wenige Lebenssituationen, wo es vorteilhafter ist, in einen miesen emotionalen Zustand zu gehen. In 99,9 Prozent aller Fälle bieten glückliche Stimmungen gewaltige Vorteile. Und genau auf diese Erkenntnis baut das Positive Fühlen auf.

Wir verschaffen der Intuition so viele Erfahrungswerte indem wir alle möglichen Kontexte mal hochgezogen und mal runtergezogen durchgehen, dass die Intuition erkennen kann, dass hochgezogen so gut wie immer der bessere Zustand ist. Wenn diese Erfahrung in einem bestimmten Kontext einmal gemacht wurde, geht unsere Intuition beim nächsten Mal in einem ähnlichen Kontext sofort wieder in den erfahrenen sinnvollsten Zustand. Dann muss noch nicht einmal mehr bewusst hochgezogen werden. Es passiert alles von selbst.

Das Positive Fühlen ist die einzige Methode, die ich weltweit gefunden habe, die auf diese einfachste Weise tatsächlich und mühelos dauerhaftes Glück ermöglicht. Und zwar in einer Intensität, von der man eigentlich nur träumen kann. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich in einem Traum lebe, seit ich das Positive Fühlen entdeckt habe. Vor allem, wenn ich mir meine Realitätsgestaltung anschaue. Ich bin sicher, dass dieser Traum nie zu Ende gehen wird und freue mich auf das Leben, das vor mir liegt. Es kann übrigens sehr gut sein, dass ich meinen Beruf als Seminarleiter bald an den Nagel hänge. Ich will Musik machen. Dafür schlägt mein Herz am stärksten.

Aber kommen wir noch einmal zum Sinn dieses außerplanmäßigen Glückstipps zurück. Vergleicht das Positive Fühlen möglichst wenig mit bereits gelernten Methoden. Eure Intuition assoziiert dabei zu stark. Es findet Gemeinsamkeiten und denkt, Bescheid zu wissen. Seit wachsam, wenn ihr das Gefühl habt, das Positive Fühlen noch effektiver machen zu können. Dies hat sich bisher jedes Mal als Verschlimmbesserung erwiesen.

Beim Positiven Fühlen geht es um den direkten und unmittelbaren Einfluss auf unser Körperempfinden. Ein Einfluss über den Umweg einer Visualisierung oder anderer Methoden führt nicht zum gewünschten Ziel, sondern erzeugt nur mal ein paar kleine Gefühlchen, die nach wenigen Minuten wieder verschwunden sind.

Die Wahrnehmung, die wir beim Positiven Fühlen jedoch auf die jeweiligen Körperempfindungen lenken, stellt uns direkt zu Anfang schon über mehrere Stunden auf Glücksempfang ein. Und das ist nur der Anfang. Wenn die Intuition genug Erfahrungswerte beim Beurteilen von Lebenskontexten hochgezogen und runtergezogen gesammelt hat, bleiben wir ganz automatisch permanent im Glücksempfinden, da es in der Regel der vorteilhaftere Zustand ist.

Dabei müssen wir unserer Intuition jedoch beibringen, die drei genannten Varianten des Positiven Fühlens in unterschiedlichen Intensitäten selbstständig herstellen zu können. Das kann die Intuition nämlich nicht von Natur aus – genauso wenig wie Fahrradfahren oder Klavierspielen. Mit ausreichend Erfahrung könnt ihr der Intuition die Frage stellen, welche Variante des Positiven Fühlens in welcher Intensität jetzt am sinnvollsten ist. Diese Frage wird sie dann verinnerlichen und sich fortan selbstständig fragen. Wenn das geschieht, ist das Glück euer ständiger Wegbegleiter. Ich wünsche es euch von ganzem Herzen.           

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)                                                                                 Zurück>>