Gute Menschen – Schlechte Menschen

 

Hegst du nicht auch tief in dir verwurzelt den Wunsch, ein guter Mensch sein zu wollen? Vor ein paar Monaten stieß ich diesbezüglich auf eine neue Erkenntnis, durch die sich Probleme in meinem Leben lösten, von denen ich noch nicht einmal wusste, dass ich sie hatte!
 
Vielleicht verfolgten deine Eltern genau wie meine auch seit deiner Geburt das Ziel, dich zu einem guten Menschen zu erziehen. Wenn ja, brachten sie dir sicherlich alles darüber bei, was ihrer Meinung nach einen guten Menschen ausmacht. Wie denken sie diesbezüglich? Wann ist man ihrer Meinung nach ein guter Mensch? Ist vielleicht derjenige ein guter Mensch, der sich für andere aufopfert? Oder muss man als guter Mensch vielleicht ein Held sein, der weder Schmerzen noch Angst kennt? Oder ist man ein guter Mensch, wenn man viel leistet und hart arbeitet? Ist man ein guter Mensch, wenn man fleißig ist, wenn man viel Geld verdient, wenn man berühmt ist, wenn man einen akademischen Titel besitzt, wenn man keine Widerworte gibt, wenn man gottesfürchtig ist, wenn man immer sauber angezogen ist und die Wohnung in Ordnung hält, wenn man edel, hilfreich und gut ist? Was haben dir deine Eltern tatsächlich alles darüber beigebracht, wann ein Mensch ein guter Mensch ist? Denke einmal einen Augeblick darüber nach. Diese Überlegung lohnt sich!
 
Du hast jedoch nicht nur von deinen Eltern gelernt sondern von allen Menschen, die in deinem bisherigen Leben wichtig waren. Von Lehrern, Freunden, Partnern, dem Fernsehen, der Gesellschaft... Was meinst du? Denken alle Menschen in diesem Punkt gleich? Oder kommt es auch mal vor, dass sich zwei Menschen sich deswegen streiten? Natürlich denken nicht alle gleich in diesem Punkt. In einer Partnerschaft z.B. hat man deshalb immer wieder mal Stress. Jeder hat etwas anderes darüber gelernt, wann man ein guter Mensch ist. Wenn der andere diesem Bild nicht entspricht, lehnt man ihn ab. Und wenn man dem Bild des anderen nicht entspricht, wird man abgelehnt.
 
Aber es sind nicht nur unsere Partnerbeziehungen, die von unseren unterschiedlichen Meinungen belastet werden. Alle unsere Beziehungen werden dadurch konfligiert. Jeder glaubt Recht zu haben und verteidigt sein Recht. Unsere gesamte Gesellschaft liegt darüber ständig im Streit. Und nicht nur die Gesellschaft in sich hat damit Probleme! Unzählige Glaubenskriege wurden geführt, weil ganze Nationen in diesen Streit geraten sind. Alle glaubten, sie wüssten genau, wann ein Mensch gut und wann er schlecht ist.
 
Doch woher wissen sie das alle? Hat der Liebe Gott uns wirklich Wort für Wort überliefert, wann ein Mensch gut ist? Wieso unterscheiden sich dann hier alle Religionen voneinander? Im Hinduismus ist man ein guter Mensch, wenn man in einer hohen Kaste geboren wird. Wer in einer niedrigen Kaste geboren wird, war in seinem früheren Leben ein schlechter Mensch und muss dieses Karma jetzt abtragen. Im Westen ist man ein schlechter Mensch, wenn man anderen Menschen nicht hilft. Im Hinduismus ist man ein schlechter Mensch, wenn man einem aus der unteren Kaste hilft und ihm damit die Möglichkeit nimmt, sein Karma zu bewältigen.
 
Es gibt keine göttliche Überlieferung darüber, wann man ein guter Mensch ist. Alles, was auf dieser Welt an Wissen kursiert, hat sich irgendjemand zu irgendeinem Zeitpunkt irgendwo und aus irgendeinem Grund ausgedacht und diesen Gedanken als roten Faden logisch weiter gesponnen. Menschen denken sich oft interessante neue scheinbar logische Wahrheiten aus.
 
In den achtziger Jahren brachten zum Beispiel Ärzte in den USA eine neue interessante Wahrheit hervor. Zu dieser Zeit machte die Intensivmedizin sehr große Fortschritte. Die Folge war, dass immer jüngere Frühgeburten überlebten. Die Winzlinge lagen in ihre Brutkästen unter extrem genauen Umweltbedingungen. Aus diesem Grund durften die Krankenschwestern die kleinen Krabben, wie sie liebevoll von ihnen genannt wurden, nicht anfassen. An den Brutkästen waren Warnschilder angebracht, auf denen drauf stand: „Nicht anfassen!“ Das Wachstum der Kinder in den Brutkästen war jedoch extrem gestört. Es normalisierte sich jedoch, sobald die Kleinen den Brutkasten verlassen konnten. In einer amerikanischen Frühgeborenenstation registrierte man jedoch ein sehr seltsames Phänomen. Die kleinen Krabben entwickelten sich bereits im Brutkasten normal. Ihr Wachstum war nicht gestört. Nach einigem hin und her erkannte man, dass diese Kinder alle von der gleichen Krankenschwester betreut wurden. Sie gab schließlich zu, dem flehenden Schreien der Kleinen nicht hatte widerstehen zu können und sie vorsichtig streichelte. Alle anderen Krankenschwestern hatten das gleiche instinktive Verlangen verspürt, hielten sich jedoch an die Anweisungen der Ärzte, weil sie glaubten, die wüssten es besser als ihre eigene menschliche Natur!

Wir Menschen bilden uns oft ein, wir wüssten, was richtig und gut ist, haben aber von der Komplexität der Natur keine wirkliche Ahnung. Das Leben auf unserer Erde existiert seit vielen Millionen Jahren. Noch nie hat ein Tier, das nach seiner Natur lebte, das gesamte Leben auf diesem Planeten gefährdet. Der die wir in unserem Leben haben und hatten. Unser Selbstwertgefühl, unser Selbstbewusstsein, ja sogar unser Charakter sind geprägt von diesen Programmierungen. So gut wie alles in unserem Leben wird von dieser Programmierung beeinflusst.

Aufgrund der vielen widersprüchlichen Richtlinien, die unsere Eltern uns beigebracht haben, leben wir oft ein Leben voller Konflikte. Vor allem leben wir oft gegen unsere eigene Natur und machen uns damit schlechte Gefühle. Wenn unsere Eltern gewusst hätten, wie viele Probleme und Konflikte sie uns mit all diesen Richtlinien fürs Leben mitgegeben haben, hätten sie das nicht getan! Und das sind nur die Prinzipien, die unMensch ist der Erste, der dies tut, weil er die Arroganz besitzt, sich einzubilden, er wüsste besser als die Natur, was richtig und gut ist. Den modernen Menschen gibt es seit 40.000 Jahren. Im Vergleich zu den vielen Millionen Jahren, in denen die Natur bewiesen hat, dass ihre Richtlinien gut sind, haben wir bewiesen, dass unsere ausgedachten Richtlinien unvollkommen sind. Wir gefährden alles Leben auf dieser Erde mit diesen Richtlinien.

Niemand weiß also wirklich, was richtig und gut ist. Niemand weiß definitiv, wann man ein guter Mensch ist. Es ist daher nicht sinnvoll, sich selbst oder andere abzulehnen, weil man sich nicht an erlernte Kriterien gehalten hat, die irgendjemand irgendwann aus irgendeinem Grund erfunden hat. Es ist offensichtlich sinnvoller, sich an die eigene menschliche Natur zu halten, die sich seit Jahrmillionen bewährt hat. Es liegt beispielsweise in unserer Natur, dass wir einem Menschen helfen wollen, der verletzt im Graben liegt. Es liegt in unserer Natur, dass wir ein Kind trösten wollen, das weint. Es liegt in unserer Natur, dass wir unsere Liebsten verteidigen, wenn sie in Gefahr sind. Es liegt auch in unserer Natur, dass wir uns gegen Menschen abgrenzen, die wir als gefährlich oder unberechenbar ansehen. Hätte der Frühmensch dies alles nicht getan, hätte die Menschheit nicht überlebt.

Wir haben bereits eine Ethik in unseren Genen, die seit Jahrmillionen dafür gesorgt hat, dass wir in Harmonie mit der Natur lebten. Die Idee, unser Verstand wüsste besser, was richtig ist, ist schlicht und ergreifend arrogant. Es ist daher nicht wirklich sinnvoll, sich selbst oder andere zu verurteilen, weil sie nicht die Richtlinien erfüllen, die irgendjemand irgendwann in seiner Arroganz erfunden hat.  Wir sind deswegen in Wirklichkeit weder gute noch schlechte Menschen. Wir sind so, wie die Natur uns über Jahrmillionen gemacht hat.

Wir haben unser gesamtes Leben darauf aufgebaut, ein guter Mensch sein zu wollen, denn dieses Ziel wurde uns von unseren Eltern als eines der wichtigsten Ziele im Leben fest einprogrammiert. Der Beruf, den wir jetzt haben, ist ein Ergebnis dieser Programmierung. Genauso wie die Freunde und Partner, s unsere Eltern beigebracht haben. Weiterhin lernten wir wie bereits erwähnt von Lehrern, Freunden, Partnern und nicht zuletzt aus Film und Fernsehen. Das sind Hunderte von Prinzipien und Richtlinien, mit denen wir oft gegen unsere eigene Natur handeln und dadurch Probleme und Konflikte hervorrufen.

Stell dir einmal einen Menschen vor, der von seinen Eltern ohne diese vielen erfundenen Prinzipien erzogen worden wäre. Einen Menschen, der stattdessen gelernt hätte, seine wahre Natur wahrzunehmen und sich an die Richtlinien zu halten, die viele Millionen Jahre dafür gesorgt haben, dass der Mensch im Einklang mit der Natur und seinen Artgenossen lebte. Wie würde dieser Mensch sich gegenüber anderen Menschen verhalten? Wie würde er sich gegenüber der Natur verhalten? Wie würde er mit sich selbst umgehen?

Es gibt auf dieser Welt vermutlich nur einige wenige Menschen, die noch im Einklang mit der menschlichen Natur leben. Und genau dies ist das Ziel der zweiten Runde unserer Kennenlern-Tour. Wir bieten dir die Möglichkeit, all die belastenden und widersprüchlichen Richtlinien über gut und böse abzulegen, die dir Zeit deines Lebens anerzogen wurden und zurück zu kehren zu deiner wahren menschlichen Natur.

Wir sind in der Lage, einen Prozess zu starten, der fast das gleiche Ergebnis zu Tage fördert, als würden wir unser Leben wieder von Vorne beginnen mit Eltern, die uns von klein auf beibringen würden, dass niemand weiß, wann man ein guter Mensch ist, dass wir dies aber auch nicht wissen müssen, weil unsere menschliche Natur uns über unser Gefühl hier die besten Handlungsimpulse liefert.
Ein Teil dieses Prozesses besteht in der Veränderung der Simulationsprogramme, die wir mit unseren Eltern haben. Oft hört man von Menschen, die auf keinen Fall so sein wollen wie ihre Eltern. Doch wenn sie dann erwachsen sind, müssen sie feststellen, dass sie genau so geworden sind. Sie kämpfen dann dagegen an, doch dies ist ein Kampf gegen Windmühlen. Im Gehirn dieser Menschen arbeitet ein unbewusstes Programm, das dem bewussten Änderungswillen nicht unterliegt. Es ändert sich nicht, nur weil man es anders haben will. Aber man kann diese Programme glücklicherweise ändern, wenn man begreift, wie sie funktionieren.

Im frühkindlichen Alter ist unser Verstand noch sehr unausgereift. Wir lernen noch nicht sehr viel über unseren Verstand. Dafür lernen wir umso mehr über einen unbewussten Prozess, der Simulation genannt wird. Wir schlüpfen dabei in die Rolle unserer Eltern und versuchen, so zu denken und zu fühlen wie sie. Wir nehmen unbewusst wahr, was sie in bestimmten Situationen erreichen wollen. Wir sehen, was sie tun, um diese Ziele zu erreichen. Diese Simulationsprogramme kann man innerhalb von wenigen Minuten ändern. Wir müssen unsere Eltern also nicht weiter simulieren. Wir können sehr einfach und schnell ganz wir selbst werden.

Diesen gesamten Neubeurteilungsprozess möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben. Wenn du dich dafür interessierst, findest du in meinem Buch „Glücksmomente“ eine ausführliche Übungsbeschreibung mit allen wichtigen Hintergrundinformationen zu dieser Methode. (Dazu eine Bemerkung: Das Buch ist aufgrund der vielen Übungen, die darin enthalten sind, recht anstrengend zu lesen.)

Beim Schnupper-Camp wirst du über eine Meditation durch den Prozess geführt. Auf diese Weise ist der Prozess sehr angenehm und leicht und macht einfach nur gute Gefühle. Danach wirst du dich selbst und andere Menschen mit völlig anderen positiven Augen sehen. Du wirst eine Souveränität und Charisma besitzen, über die nur sehr wenige Menschen von Natur aus verfügen. Ich freue mich darauf, diese Persönlichkeitsentwicklung mit dir gemeinsam zu erleben.


Ich wünsche dir alles Liebe und eine schöne Zeit.


Bodo (alias Ella Kensington)
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