Der innere Schweinehund

 

Wie ich in Robin und das Positive Fühlen ausführlich erläutert habe, genießen Vermeidungsmotivationen im Gehirn von Fluchttieren, zu denen neurologisch auch der Mensch gehört, eine zehn Mal höhere Priorität als positive Motive. Das gilt auch und in ganz besonderem Maße für die Vermeidung von Körperenergieverschwendung!

Es gibt auf dieser Welt unzählige gute Methoden und Konzepte zur Steigerung von persönlichem Glück und Erfolg. Es gibt jedoch nur sehr wenige Menschen, die diese tollen Methoden tatsächlich konsequent anwenden. Und das, obwohl sie an eigenem Leib erlebt haben, wie sehr sich ihre Lebensqualität durch diese Methoden verbessert hat. Trotzdem hören sich nach wenigen Wochen wieder damit auf. Und wenn sich ihre Lebensqualität dann wieder verschlechtert, suchen sie seltsamerweise nach neuen Methoden, anstatt ihre bereits bewährten erneut aufzugreifen.

Fragt man sie dann, warum sie eigentlich eine neue Methode suchen, erklären sie in der Regel, dass die vorherige nicht so richtig funktioniert hatte. Dieses Phänomen ist mir vor einiger Zeit dann auch bei mir selbst aufgefallen. Auch ich hatte das Gefühl, dass meine vorherigen Methoden nicht gut genug funktioniert hatten. Fragte ich mich jedoch ganz bewusst, ob das wirklich stimmte, erkannte ich sofort, dass mein Gefühl mich tatsächlich verarscht hatte! Klar hatten die funktionier! Sehr gut sogar! Wieso hatte ich plötzlich das gegenteilige Gefühl?!

Daraufhin fragte ich bei anderen Menschen nach, welche die verschiedensten Richtungen ausprobiert hatten. Es zeigte sich bei allen exakt das gleiche Bild. Alle hatten sie das Gefühl, dass ihre Methoden nicht viel gebracht hätten. Ich bat sie daher, dieses Gefühl kurz mal zu ignorieren und zu überlegen, wie es in Wirklichkeit war. Die meisten waren dann fassungslos, weil sie erkennen mussten, dass ihr Gefühl sie tatsächlich verarscht und davon abgehalten hatte, ihre gut funktionierende Methode weiterhin anzuwenden.

Doch warum tut unser innerer Schweinehund das?! Hat dieses neurologische Energiesparsystem seinen Spitznamen also tatsächlich verdient? Will es uns sabotieren und uns davon abhalten, glücklich und erfolgreich zu sein? Ist es wirklich so ein Schweinehund?!

Das ist es natürlich nicht! Das Energiesparsystem macht einfach seinen Job. Schauen wir uns diesen Job einmal etwas genauer an. Das menschliche Nervensystem ist ein Gleichgewichtssystem gegensätzlicher Kräfte. Die eine Kraft (genannt Sympathikus) gibt Vollgas, die andere Kraft (genannt Parasympathikus) steht auf der Bremse. Gaspedal und Bremse werden in unserem Nervensystem immer gleichzeitig betätigt, und das ist für uns lebenswichtig!

Stell dir mal einen Sprinter vor, bei dem die Bremse kaputt ist. Er würde nicht merken, dass sein Körper beim Sprinten überlastet und damit so lange rennen, bis er tot umfällt. Das Energiesparsystem als Bremse in unserem Nervensystem ist also tatsächlich notwendig. Seine Intelligenz genügt jedoch nicht, um entscheiden zu können, ob eine Aufwendung von Körperenergie jetzt sinnvoll und lohnend ist oder nicht. Aber das ist auch nicht seine Aufgabe! Es soll einfach nur bremsen!

Wenn eine Energieaufwendung lohnend ist, dann ist es die Aufgabe des Gaspedals, dies gegen das Bremspedal durchzusetzen. Das Gaspedal wird in unserem Gehirn repräsentiert durch unsere Motivationen. Diese sind die Gegenspieler des Energiesparsystems. Jeder Ausdauersportler kennt diese beiden Gegenspieler.

Ich selbst habe viele Jahre Kanusport als Leistungssport betrieben. Dabei bin ich auch 10 km Rennen gefahren, die ca. 45 Minuten Höchstleistung erforderten. Ich kann mich noch gut an die Gedanken erinnern, die mich stets während der gesamten 45 Minuten begleiteten: „Das schaffe ich nie! Dieses Tempo kann ich unmöglich durchhalten! Warum mache ich das überhaupt?! Das hat doch alles keinen Sinn! Ich kann nicht mehr! Ich muss jetzt langsamer machen - jetzt sofort! Was soll der ganze Scheiß?!“ So ging das tatsächlich die kompletten 45 Minuten lang, und das all die Jahre lang, in denen ich diesen Sport ausgeübt habe. Ich musste mit meiner Motivation permanent dagegen halten und mich zum Weitermachen motivieren – also Gas geben.

Das gilt für jede Art von Energieaufwendung und somit auch für die Anwendung von Glücks- und Erfolgskonzepten. Es ist jedoch dabei glücklicherweise nicht so krass wie beim Leistungssport, da man ja nur einen winzigen Bruchteil an Energie aufwendet verglichen zum Sport. Dennoch geht nichts ohne das konsequente Treten des Gaspedals, denn der innere Schweinehund tritt seinerseits unermüdlich auf die Bremse!

Wer das nicht weiß, hat keine Chance auf ein überdurchschnittliches glückliches und erfolgreiches Leben, denn er zieht nichts wirklich durch und fängt ständig etwas Neues an, weil ihn das Neue für begrenzte Zeit wieder motiviert. Ist das Neue jedoch nach wenigen Wochen oder sogar Tagen nicht mehr ganz so neu, gewinnt das Energiesparsystem sofort wieder die Oberhand. Man kommt also nicht vom Fleck, obwohl man ständig etwas tut – also eigentlich Gas gibt und dabei letztendlich sehr viel mehr Energie aufwendet und letztendlich auch verschwendet, als würde man eine gute Methode tatsächlich konsequent durchziehen.

Wenn du also wirklich etwas in Sachen Glück und Erfolg erreichen willst, dann wirst du nicht daran vorbeikommen, dich ständig aufs Neue zu motivieren. Dein Energiesparsystem lässt sich nicht ausschalten. Es wird dir unermüdlich sagen, dass du aufhören sollst. Dies tut es in seiner Sprache: mit Vermeidungsgefühlen! Ganz egal, ob du jetzt mein Glückskonzept anwenden willst oder irgendein anderes, dein innerer Schweinehund muss immer überwunden werden!

Glücklicherweise ist dies sehr einfach, wenn man genau weiß, was man zu tun hat. Wie du in Robin gelesen hast, besteht der einzige Einfluss, den wir auf unser Emotionalgehirn haben, in unseren Beurteilungen. Dafür wurde unser Großhirn ja auch geschaffen.

Wenn du die Anwendung eines Konzeptes als sinnvoll, vorteilhaft, richtig, gut oder lohnend beurteilst, wirst du damit unweigerlich Motivation schaffen – also Gas geben. Um deinen inneren Schweinehund zu überwinden, wirst du nicht daran vorbei kommen, das jeden Tag aufs Neue zu tun. Zwei Dinge sind dabei zu beachten:

Deine Beurteilungen müssen wahr und begründet sein.

Deine Beurteilungen müssen mehrfach wiederholt werden. In der Regel genügen 5 Wiederholungen.

Achte jetzt bitte einmal auf dein Gefühl! Hast du das Gefühl, dass sich das lohnen würde, oder hast du das Gefühl, dass dir das zu viel Arbeit ist?!

Bei den meisten Menschen rebelliert das Energiesparsystem sofort, wenn sie hören, dass sie etwas jeden Tag tun sollen. Das Energiesparsystem macht halt seinen Job - es bremst! Und das tut es mit Gefühlen wie Zweifel, Widerwille, Unlust usw. Die Gedanken, die dabei aufkommen, sind auch immer die gleichen: „Das glaube ich nicht! Ich hab keinen Bock darauf, jeden Tag etwas tun zu müssen. Das muss auch leichter gehen! Es gibt bestimmt Methoden, bei denen man sich nicht ständig motivieren muss. Und außerdem… die Glückstipps sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Man muss immer so viel lesen. So viel Zeit habe ich gar nicht! Und jetzt soll ich auch noch üben!“

Lass dich von solchen Gefühlen und Gedanken nicht verarschen! Es gibt keine Methode, bei der der innere Schweinehund nicht auf die Bremse tritt. Ich suchte solche Methoden über 30 Jahre lang. Und ich suchte sie hauptberuflich – d.h. den lieben langen Tag lang und nicht nur mal gelegentlich so nebenbei. Das Einzige, was uns ständig motivieren kann, sind wie gesagt neue Möglichkeiten. Alles Neue tritt automatisch aufs Gaspedal. Leider nur für wenige Tagen bis Wochen. Dann muss man wieder nach etwas anderem Neuem suchen. Auf diese Weise kommt man nie ans Ziel, weil man ständig etwas Neues anfängt und nichts wirklich durchzieht.

Lass dich also von deinem inneren Schweinehund nicht von deinem Glück abhalten. Frage dich lieber, wie es in Wirklichkeit ist. In Wirklichkeit kostet es dich mit etwas Übung täglich maximal 5 Minuten, diese fünf Wiederholungen durchzugehen - 5 Minuten, die über dein Glück und deinen Erfolg im Leben entscheiden! Tatsächlich ist das mit absoluter Sicherheit keine Energieverschwendung. Im Gegenteil! Ständig etwas Neues suchen zu müssen, weil man weiß, dass man viel glücklicher und erfolgreicher sein könnte, als man das zur Zeit ist, und es dann doch nicht zu tun, das ist Energieverschwendung!!!

Der erste Schritt bei unserem Online-Glückskurs kann also nur darin bestehen,  dafür zu sorgen, dass du deinen inneren Schweinehund in Schach halten kannst. Wir werden also gemeinsam aufs Gaspedal treten und das jeden Monat mit einem neuen Thema. Beginnen werden wir mit der Anwendung der Technik, die das Kernstück unseres Glückskonzeptes darstellt - mit der Technik des Positiven Fühlens!

Ich habe währenden meiner Suche nach den besten Glücks- und Erfolgsmethoden dieser Welt keine auch nur halbwegs vergleichbar effektive Methode gefunden. Doch auch das Positive Fühlen zeigt nur dann Wirkung, wenn es wirklich getan wird – wenn also der innere Schweinehund konsequent überwunden wird. Und das gelingt wie gesagt durch begründete, wahre Beurteilungen, die täglich wiederholt werden. Gehen wir diese Beurteilungen also einmal gemeinsam durch! Wie lohnend ist es also tatsächlich, das Positive Fühlen konsequent anzuwenden? Was bringt es uns?

Zum Beispiel macht uns das Positive Fühlen erheblich attraktiver! Ein Punkt, der für unsere Motivation nicht zu unterschätzen ist! Fast jeder will attraktiv sein. Nutzten wir dies! Schau dir dazu einmal an, was Menschen tun, wenn jemand die Fotokamera auf sie richtet. Sie lächeln! Natürlich ist ein aufgesetztes Lächeln für die Kamera nur ein bescheidener Ansatz einer wirklich glücklichen Ausstrahlung. Wie attraktiv man ist, wenn man wirklich glücklich ist, erlebt man z.B. während man verliebt ist. Plötzlich scheinen sich alle Männer/Frauen für einen zu interessieren!

Wenn man das Positive Fühlen gut trainiert hat, hat man auch ständig das Gefühl, verliebt zu sein. Man ist verliebt ins Leben! Diese Lebenseinstellung, die man natürlich auch ausstrahlt, steigert die Attraktivität bis ins persönliche Maximum! Wohingegen ein ärgerlicher, verbitterter und unglücklicher Mensch das Maximum an persönlicher Unattraktivität erzeugt. Du hast es also in der Hand, ob du dein persönliches Maximum an Attraktivität oder Unattraktivität erleben willst! Willst du deine Attraktivität bestimmen oder lässt du das deinen innerer Schweinehund tun?!

Das Positive Fühlen hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf deine Attraktivität. Deine gesamte Wirkung auf andere Menschen wird dadurch beeinflusst. Ein wirklich glücklicher Mensch wirkt sehr viel mitreißender, überzeugender und beglückender auf andere Menschen als ein unglücklicher und unzufriedener. Ein glücklicher Mensch hat, um es mit einem Wort auszudrücken, einfach sehr viel mehr Charisma als ein emotional negativ geladener Mensch, dem die meisten Leute lieber aus dem Weg gehen. Was ist dir also lieber? Charisma oder Abschreckung?

Ein weiterer Punkt, mit dem man immer wieder sehr gut das Gaspedal treten kann, ist der persönliche Erfolg im Leben. So gut wie jeder will erfolgreich sein. Nutzen wir also auch diese Motivation! Die Wissenschaft schreibt dem IQ (Intelligenzquotient) eine 20-prozentige Beteiligung an unserem Erfolg zu. Die restlichen 80 Prozent werden dem EQ   (Emotionalquotient) zugeordnet. Durch das Positive Fühlen steigert sich unser IQ auf unser persönliches angeborenes Maximum. Das heißt, wir können das Maximum unserer angeborenen Intelligenz ausschöpfen. Du kannst das selbst mal ausprobieren. Zieh mal richtig hoch und rechne im Kopf aus, wie viel 13 mal 18 ist. Dann ziehst du runter und rechnest aus, wie viel 14 mal 17 ist. Du wirst dich wundern, wie gewaltig der Unterschied in deiner geistigen Leistungsfähigkeit ausfällt!

Unser IQ ist nicht trainierbar – der EQ jedoch schon, der ohnehin 80 Prozent unseres Lebenserfolges bestimmt. Das Positive Fühlen steigert alle Fähigkeiten, die dem EQ    zugeordnet werden, in ganz erheblichem Maße. Und je länger man diese Technik anwendet, desto höher wird der EQ.

Wenn du also ein Mensch bist, der gerne Erfolg im Beruf, Erfolg in der Liebe, Erfolg im Sport usw. erleben möchte, dann nutze diese Motivation, um in Sachen Positives Fühlen dein Gaspedal jeden Tag aufs Neue bis aufs Bodenblech voll durchzutreten!

Kommen wir zu einem weiteren Punkt, der dazu sehr gut geeignet ist. Der Mensch könnte von seiner Physiologie her 130 Jahre alt werden. Jedoch nicht, wenn er ständig durch missverstandene Negativbeurteilungen seine Notfallmodi aktiviert! Fast alle Negativbeurteilungen starten einen physiologischen Überlebensmodus wie beispielsweise den Flucht- oder den Kampfmodus. Der Körper bereitet sich in diesen Modi darauf vor, körperliche Leistung erbringen zu können. Dazu presst er das Blut aus den Organen und leitet es in die Muskulatur, wo es für den Kampf oder für die Flucht dringend gebraucht wird.

Es versteht sich von selbst, dass dieser physiologische Prozess nur für Notfälle gedacht ist und auf Dauer für die Organe nicht gesund sein kann. Die meisten Menschen verbringen dennoch den größten Teil ihres Lebens latent in diesen Notfallmodi, da sie ihr Emotionalgehirn durch unsinnige Negativbeurteilungen ständig in die Irre führen. Diesen Punkt habe ich in Robin sehr ausführlich behandelt, daher möchte ich hier nicht mehr explizit darauf eingehen. Für deine Motivation könnte jedoch noch der Gedanke wichtig sein, dass man die negativen Folgen einer 40 Jahre währenden Mangelversorgung der Organe nach heutigem medizinischem Wissensstand nicht mehr rückgängig machen kann. Es wäre also ratsam, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen. Das Positive Fühlen ist die einfachste Möglichkeit, unsinnige Negativbeurteilungen zu verhindern. Eine Tatsache, die deutlich aufs Gaspedal treten sollte!

Fast jeder Mensch möchte fit und vital sein. Wenn du das Positive Fühlen schon einmal erfolgreich ausprobiert hast, muss ich zu diesem Punkt vermutlich nicht mehr viel sagen! Im hochgezogenen Zustand hast du Energie ohne Ende. Runtergezogen, wie es durch die vielen sinnlosen Negativbeurteilungen im Alltag automatisch passiert, fühlst du dich schwach und ausgelaugt. Das Positive Fühlen gibt also viel Energie. Gleichzeitig verhindert es, dass man ständig in unsinnige negative Beurteilungen verfällt. Du kannst also sehr einfach etwas für deine geistige und körperliche Vitalität tun! Tust du es nicht, bestimmt dein innerer Schweinehund über deine Vitalität!

Kommen wir zum vorletzten Punkt, den ich hier aufführen möchte, um dein Positiv Fühlen Gaspedal zu treten: die Realitätsgestaltung. Das Positive Fühlen befriedigt das Gesetz der Anziehung, von dem zurzeit in allen Realitätsgestaltungsratgebern so viel gesprochen wird. Wenn du das Glück in dir hast, ziehst du auch Glück im äußeren an.

Probier es aus! Du kennst sicherlich die Bestellungen beim Universum. Zieh bei deiner nächsten Bestellung mal anständig hoch, bevor du deinen Wunsch losschickst. Du wirst dich wundern, was das alleine schon für die Wunscherfüllung ausmacht. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass diese Wunscherfüllung nur in deinen persönlichen Grenzen funktioniert. Willst du diese Grenzen erweitern, muss mehr getan werden, als etwas beim Universum zu bestellen. Auch diesen Punkt habe ich ja in Robin sehr ausführlich behandelt. Daher möchte ich in diesem Rahmen nicht näher darauf eingehen.

Wenn du also deine Realitätsgestaltung mit einer sehr einfachen Maßnahme positiv gestalten willst, dann ist das Positive Fühlen eine sehr effektive Maßnahme dazu. Das solltest du deinem inneren Schweinehund täglich mit Genuss aufs Brot schmieren und ihn damit überwinden.  

Last but not least bewirkt das Positive Fühlen eine erhebliche Anhebung des alltäglichen Glücksempfindens, was für mich den wichtigsten aller sieben Punkte ausmacht, die ich hier aufgezeigt habe, denn genau hier schwächeln alle mir sonst bekannten Glücksmethoden. Sie erzeugen das eine oder andere Glücksgefühl oder beseitigen ein emotionales Problem. Doch ein wirklich dauerhaftes Glücksniveau auf sehr hohem Niveau konnte ich bislang nur mit dem Positiven Fühlen aufrecht halten. Dazu sei angemerkt, dass das Positive Fühlen in ein größeres Konzept eingebunden werden muss, mit dem sehr dominante negative Beurteilungen korrigiert werden können, damit das wirklich immer klappt. Auch dies habe ich ja in Robin bereits ausführlich beschrieben.

Was wir mit diesem Glückstipp gerade gemeinsam tun, ist ebenfalls Bestandteil dieses größeren Konzeptes, denn ohne die Überwindung des inneren Schweinehundes wird auch das Positive Fühlen keine nennenswerte Steigerung deines alltäglichen Glücksniveaus bringen. Bei einer konsequenten Anwendung erlebt man jedoch bald Glücksgefühle in einer Intensität, die man sich zuvor gar nicht vorstellen konnte. Das Einzige, was es dazu braucht, ist das tägliche Treten des Gaspedals!

Fassen wir also zusammen: Das Positive Fühlen lohnt sich, weil es uns attraktiver macht, uns eine mitreißende, beglückende und charismatische Wirkung auf andere Menschen verleiht, sowohl unseren IQ als auch unseren EQ und damit unseren Erfolg steigert, Krankheiten verhindert und uns hilft, gesund alt zu werden, uns viel Energie und Vitalität schenkt, uns hilft, unsere Realität positiv zu gestalten und uns zudem ein anhaltendes Glücksempfinden auf sehr hohem Niveau schenkt. Und das alles für 5 Minuten Motivationsarbeit pro Tag und alle halbe Stunde für 15 bis 30 Sekunden Hochziehen! Wenn das kein gutes Geschäft ist, dann gibt es keine guten Geschäfte!!!

Wenn du jetzt eigentlich motiviert wärest, aber noch nicht so gut mit der Technik selbst zurechtkommst, möchte ich dir dazu ebenfalls noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Bevor du anfängst, die Empfindungen des Positiven Fühlens in deinem Körper herstellen und verstärken zu wollen, solltest du sie erst einmal richtig gut kennen gelernt haben. Die physiologischen Veränderungen, die ich eben schon angesprochen hatte, können dir dabei hilfreich sein. Ich möchte diese Veränderungen im Zusammenhang mit den Körperempfindungen des Positiven Fühlens noch einmal beschreiben.

Das Herauspressen des Blutes aus unseren Organen empfinden wir als starre Enge. Gleichzeitig fühlt sich das Innere unseres Körpers kalt und leblos an, da die Organe ja nicht sonderlich gut durchblutet werden. Durch die damit einhergehende Sauerstoffschuld in unseren Organen fühlen sie sich schwer und kraftlos an. Es ist der gleiche Prozess, der unsere Arme schwer und kraftlos werden lässt, wenn wir zum Beispiel Gardinen über Kopf aufhängen.

Positive Beurteilungen kehren den Prozess der Enge und Starre wieder um. Unser Inneres weitet sich und gibt den Organen wieder Raum für eine gute Durchblutung. Körperlich empfinden wir dabei Weite, Weichheit und Wärme in unserem Inneren. Die gute Blutversorgung unserer Organe gibt ihnen Kraft und Energie. Und genau so fühlt sich das auch an. Wir spüren, wie sich die Lebensenergie in unserem Inneren wieder sammelt. Je mehr Energie wir spüren, desto leichter fühlen wir uns. Die Schwere der Notfallmodi fällt also von uns ab und lässt in uns das Gefühl entstehen, nach oben gezogen zu werden und aufzusteigen.

Bevor man diese Körperempfindungen durch Willenskraft auslösen und verstärken kann, sollte man sich wie gesagt intensiv damit vertraut gemacht haben. Je besser man die einzelnen Empfindungen kennt, desto besser kann man sie dann willentlich auslösen. Lies daher bitte noch einmal das Kapitel in Robin „Das Gefühl der positiven Beurteilung“. Denk dir dazu mindestens drei negative und drei positive Beurteilungen aus, die intensive Gefühle bei dir entstehen lassen und lass dich von Juli (eine Figur im Buch) durch den Prozess führen. Es kann einige Zeit dauern, bis du die Körperempfindungen deutlich spüren kannst. Aber du weißt ja mittlerweile: Es lohnt sich absolut, das zu üben!!!

Wenn du die Körperempfindungen dann richtig gut kennst, kannst du damit beginnen, sie willentlich auszulösen und zu verstärken, wie es im Kapitel „Das Positive Fühlen“ beschrieben ist. Das funktioniert genau wie beim Autogenen Training, wo du dir ja z.B. auch Wärme in den Armen vorstellst. Wie so oft ist also auch die Meisterschaft im Positiven Fühlen nur Übungssache. Oder wie üblich ausgedrückt: Übung macht den Positiv Fühlen Meister!

Für alle, die gerne persönliche Unterstützung und fachkundige Anleitung in einem Seminar wünschen, werde ich dieses Frühjahr eine Positiv Fühlen Tournee durch den deutschsprachigen Raum starten. Die genauen Orte und Termine stehen noch nicht fest. Ich werde in meinen Glückstipps darüber informieren, sobald wir diese Daten haben.

Und nun wünsche dir viel Erfolg beim Üben und vor allem viel Spaß mit deinem inneren Schweinehund. Du hast die Wahl, ob du ihn in Schach hältst oder er dich!

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe und eine superglückliche Zeit

 

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)

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