Der Beschluss zum Glück                   

 

 

Wenn irgendetwas Blödes passiert, sagt mein Neffe immer: Freu dich doch, denn wenn du dich nicht freust, ist es auch nicht anders! :-)

 

Er selbst hält diesen Spruch für einen Scherz. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aufforderung jedoch gar nicht so unsinnig, wie sie spontan klingen mag. Sicherlich hast du auch schon einmal erlebt, dass du dich bewusst dazu entschlossen hast, eine schlechte Stimmung zu beenden. Und dann hast du es einfach getan!

 

Unser Einfluss auf unsere Stimmungslage ist viel größer als die meisten Menschen glauben. Wir können uns oft einfach entscheiden, wie wir drauf sein wollen. Manchmal kostet uns diese Entscheidung jedoch ein wenig bis viel Überwindung und manchmal geht es auch gar nicht. Doch einen Versuch ist es immer wert. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Kosten-Nutzen-Rechnung, von der ich in meinem letzten Glückstipp (Wahrheit oder Nützlichkeit?) geschrieben habe.

 

Diese Glücksmethode funktioniert längst nicht immer. Sie funktioniert selten, wenn man in einer echten Krisensituation steckt, auch funktioniert sie selten, wenn man emotional völlig fertig ist. Man kann auch mit dieser Methode nicht entscheiden, bis zum Ende seiner Tage permanent glücklich zu sein. Dennoch gibt es sehr viele Situationen im Alltag, in denen sie einfach funktioniert – und das bei so gut wie Null Aufwand! Das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Methode ist dadurch also dennoch sehr hoch. Man sollte nicht versuchen, alleine damit sein Glück zu finden, aber die Methode ist es sicherlich wert, in das Repertoire der nützlichen Glücksmethoden aufgenommen zu werden.

 

Damit sie funktioniert, gibt es nur eine Regel zu beachten:

 

Hör auf, es zu wollen – tu es!

 

Eine Entscheidung bezieht sich darauf, was wir wollen. Bei einem Beschluss ist das jedoch anders. Wir beschließen nicht, etwas zu wollen. Wir beschließen, etwas zu tun oder zu sein. Und genau darin liegt die Macht dieser Methode.

 

Versuche einmal, deine Gedanken und Gefühle genau nach zu verfolgen, wenn du dich jetzt dazu entscheidest, die nächste Stunde mit sehr schönen Gefühlen verbringen zu wollen. Was ist das Erste, was dein Gehirn nach dieser Entscheidung tut?

 

Es überlegt, wie du das anstellen sollst! Das ist das Problem. Dein Gehirn sucht nach Lösungen und Möglichkeiten. Erst wenn es diese Möglichkeiten gefunden hat und genau weiß, was zu tun ist, wird es den Beschluss fassen, es tatsächlich zu tun. Doch sehr oft kommt es gar nicht so weit. Es bleibt in der Suche nach Lösungen hängen, weil sie zum Beispiel nicht sicher genug oder zu unrealistisch sind. Oder es bleibt hängen, weil es das Gefühl bekommt, dass ihm so viel Glück gar nicht zusteht. Oder es kommt auf die Idee, dass es keine Zeit für so etwas hat und so weiter.

 

Vielleicht kennst du den Satz: „Er wusste nicht, dass es unmöglich war, deshalb erledigte er es einfach!“ Wir haben unser Unterbewusstsein Zeit unseres Lebens mit allerlei Regeln, Prinzipien, Einschränkungen und Wahrheiten gefüttert. Entscheiden wir uns, etwas zu wollen, suchen wir unbewusst sofort nach Lösungen, welche diesen Wahrheiten und Regeln entsprechen. Und genau daran scheitert unser Vorhaben dann sehr häufig.

 

Bei einem Beschluss sieht das jedoch völlig anders aus. Beschließe jetzt und hier einfach einmal, dass du gut drauf bist. Tu es einfach! Sei einfach gut drauf!

Und jetzt beschließe, dass du in der gesamten nächsten Stunde gut drauf sein wirst! Sage dir: „Es ist beschlossene Sache. Ich bin in der nächsten Stunde gut drauf!“

 

Hast du den Unterschied zur Entscheidung gemerkt? Dein Gehirn geht nicht auf die Suche nach Möglichkeiten. Es tut es einfach! Es sei denn, du bist unabsichtlich ins Wollen gerutscht und hast klammheimlich doch überlegt, wie du das hinkriegen sollst. Wenn das passiert ist, dann versuch es einfach noch einmal. Lass das Wollen weg und beschließe es: „Ich bin in der nächsten Stunde gut drauf - fertig aus! Es ist beschlossene Sache!“ (Natürlich kannst du diesen Beschluss in der nächsten Stunde gleich noch einmal fassen! :-))

 

Hör also auf, es zu wollen – tu es! Das ist wie gesagt die einzige wichtige Regel beim Beschließen.

 

Zum Erlernen dieser einfachen, aber oft wirksamen Methode genügt ein wenig Übung. Dabei ist es wichtig, das Gefühl zu entwickeln, sich entschlossen zu haben. Lose Worte, die du dir vorplapperst, nützen nicht wirklich viel. Fühle deinen Beschluss!

 

Um dich mit diesem Gefühl vertraut zu machen, kann es sinnvoll sein, an alltägliche Beschlüsse zu denken, die du gefasst hast. Vielleicht hast du beschlossen, am Wochenende Ski fahren zu gehen. Oder du hast beschlossen, etwas Bestimmtes zu kochen. Vielleicht hast du auch beschlossen, mit einem bestimmten Menschen mehr Zeit zu verbringen. Oder du hast beschlossen, etwas für deine Figur zu tun. Hast du schon beschlossen, wo du dieses Jahr deinen Urlaub verbringst?

 

Merke dir dieses Gefühl und spüre es jedes Mal, wenn du beschließt, gut drauf zu sein. Für dein Unterbewusstsein sind deine Beschlüsse sehr wichtig. Ist etwas beschlossene Sache, setzt es alles daran, diesen Beschluss Wirklichkeit werden zu lassen. Es überlegt nicht mehr, wie es das machen soll, und auch nicht, ob es das überhaupt darf, es mobilisiert stattdessen all seine Ressourcen und tut es einfach. Ich wurde diesbezüglich schon oft von den Fähigkeiten meines Unterbewusstseins beeindruckt.

 

Ich habe zum Beispiel bei sehr schwierigen Aufgabenstellungen schon häufig einfach beschlossen, dass mir heute noch eine Lösung einfällt. Danach habe ich mich nicht mehr bewusst damit beschäftigt. Am Abend oder in der Nacht war plötzlich die Lösung von einem zum anderen Augenblick völlig klar.

 

Ich habe auch schon mehrfach erlebt, dass ich bei einer Erkältung häufig beschließen konnte, am nächsten Tag wieder gesund zu sein. Das funktioniert natürlich nicht immer, aber in Anbetracht des geringen Aufwandes ist es immer einen Versuch wert.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, diese kleine Methode einzusetzen. Ich möchte dir jedoch raten, nichts von dieser Methode abhängig zu machen. Wenn dein Wollen zu stark ist, wird es nicht funktionieren. Du transformierst in solch einem Falle sofort deinen Beschluss in eine Entscheidung, und dann funktioniert es nicht mehr.

 

Das ist auch der Grund, warum die Bestellungen beim Universum bei sehr wichtigen Dingen nur selten so gut funktionieren, als bei den Parkplätzen. Bei Parkplätzen kann man einfach beschließen, dass man einen bekommt. Bei wichtigen Wünschen kommt einem das starke Wollen in die Quere und sorgt dafür, dass man nach realistischen Möglichkeiten sucht, wie man sein Ziel erreichen kann.

 

Die Gestaltung unserer persönlichen zukünftigen Realität ist nach quantenmechanischer Sicht eine Interpolation unserer subjektiven Vergangenheit. Das heißt, dass die Ereignisse unserer Zukunft sich sehr stark an die Beurteilung unserer Vergangenheit anlehnen. Die Zukunft ist sozusagen die Fortsetzung unserer Vergangenheit, bei der sich unsere Überzeugungen, Ängste, Ziele, Wünsche, Hoffnungen, Prinzipien und Meinungen wie ein roter Faden durchs Leben ziehen. Wollen wir hier grundlegend etwas verändern, kommen wir nicht umhin, etwas Grundlegendes in unserem Denken und Fühlen zu verändern.

 

Der einfachste Weg dazu besteht darin, unsere komplette Beurteilung unserer Vergangenheit zu verändern. Wir können natürlich nicht unsere Vergangenheit selbst verändern – was geschehen ist, ist geschehen – dennoch können wir aus heutiger Sicht sehr viele Ereignisse aus unserer Vergangenheit besser beurteilen als damals und damit eine positivere Einstellung zum Leben annehmen, die sich in den Ereignissen unserer persönlichen zukünftigen Realität auch widerspiegeln wird.

 

Das ist der Grund, warum ich in meinem Fragebogen zu den Glückstipps die Frage nach der positiven Veränderung der Lebensumstände gefragt habe. Es ist nicht möglich, sich zum Glück zu entwickeln, ohne dass die Lebensumstände früher oder später nachziehen.

 

So bezieht sich die Wirkungsweise des Neubeurteilungsprozesses, der zur zentralen Umsetzungsmethode bei Ella Kensington geworden ist, nicht nur auf das subjektive Glücksempfinden unseres Alltagserlebens, sondern ebenfalls auf die Gestaltung der persönlichen Realität in Bezug auf große und sehr wichtige Zielsetzungen.

 

Der Aufwand dieser Methode ist verglichen mit dem einfachen Beschließen sehr hoch, doch dafür ist auch der Nutzen des Neubeurteilungsprozesses sehr viel höher. Mit ihm lässt sich langfristig eine komplette Transformation aller Lebensumstände erreichen. Man muss es einfach nur tun, was mitunter einiges an Arbeit und möglicherweise auch Überwindung bedeuten kann. Ich persönlich habe mir diese Arbeit gemacht und tue es auch weiterhin. Die Auswirkungen auf mein Glücksempfinden und auf meine Lebensumstände sind gewaltig.

 

Gleichzeitig spiele ich aber auch mit einfachen Glücksmethoden, wie dem Beschließen herum. Ich unterscheide jedoch dabei immer, ob es um eine sehr wichtige Zielsetzung geht oder eher um eine kleine Nettigkeit, von der mein Glück nicht abhängt.

 

Geh also locker mit dieser Methode des Beschließens um und betrachte sie eher als interessantes Spiel. Wende sie vor allem auf deine Glücksgefühle an. Da funktioniert das Beschließen mit Abstand am besten.

 

Wie immer empfehle ich auch dieses Mal zur Umsetzung die Gespräche mit Gleichgesinnten. Tausch deine Erfahrungen über erfolgreiche Beschlüsse mit ihnen aus. Das ist die wichtigste Unterstützung, die du deinem Unterbewusstsein zum vollständigen Freischalten dieser Methode geben kannst. Je mehr du dich davon überzeugen kannst, dass diese Methode tatsächlich häufig funktioniert, desto mehr schaltest du genau die Zweifel aus, welche den Erfolg der Methode oft blockieren.

 

Ich wünsche dir viel Spaß dabei und viel Erfolg beim Beschließen.

 

Bodo (alias Ella Kensington)

 

 

PS. Wenn du dich mit den Grundlagen zum Thema Realitätsgestaltung etwas ausführlicher beschäftigen möchtest, dann empfehle ich das Buch „Die Entstehung der Realität“ von Jörg Starkmuth. Er hat die moderne Physik mit den Erkenntnissen der Glücksforschung und der Spiritualität in Einklang gebracht.

Es ist ein Buch für alle, die es genau wissen wollen. Es geht daher sehr in die Tiefe und ist dadurch teilweise etwas anstrengend zu lesen. In der Umsetzung lehnt sich Jörg Starkmuth sehr stark an meine Konzepte an, was sein Buch natürlich noch viel besser macht! :-)

 

 

 

Alles Liebe

 

Bodo (alias Ella Kensington)                                                                                                                                 Zurück >>